Darum geht es
Zu jedem Zielfisch gehört passendes Gerät. Mit einer leichten Posenrute kannst du keinen großen Hecht sicher landen. Mit einer schweren Karpfenrute merkst du den Biss eines Rotauges kaum. Gerät, das nicht passt, schadet dem Fisch und ärgert dich.
In der Gerätekunde der Prüfung geht es um Rutenarten, Rollen und ihre Einstellung. In Nordrhein-Westfalen stellst du im praktischen Teil sogar selbst Gerät für einen Zielfisch zusammen. Es gibt 10 mögliche Aufgaben, bewertet mit bis zu 28 Punkten. Bestanden hast du ab 25 Punkten, Zeit hast du höchstens 15 Minuten.
Kernwissen: Ruten
Die wichtigsten Rutenarten und ihr Einsatz:
- Kopfrute (Stipprute): Rute ohne Rolle. Die Schnur ist fest an der Spitze. Für feines Angeln auf Friedfische nah am Ufer.
- Posenrute: lang und leicht, für das Angeln mit Pose auf Friedfische wie Rotauge oder Schleie.
- Feederrute: mit weicher, gut sichtbarer Spitze, die als Bissanzeiger dient. Für das Grundangeln mit Futterkorb.
- Spinnrute: für Kunstköder wie Spinner, Blinker oder Gummifisch, zum Beispiel auf Hecht, Zander oder Barsch.
- Grund- und Karpfenrute: kräftig, für schwere Bleie und große Fische.
- Fliegenrute: Hier trägt das Gewicht der Fliegenschnur den leichten Köder beim Wurf.
- Wurfgewicht: steht auf der Rute, zum Beispiel 10–40 g. Es gibt an, wie schwer Köder und Beschwerung zusammen sein sollen.
Kernwissen: Rollen
Die Rolle speichert die Schnur und hilft dir beim Drill:
- Stationärrolle: Die Spule steht still, ein Schnurfangbügel wickelt die Schnur auf. Sie ist leicht zu bedienen und die häufigste Rolle.
- Multirolle: Die Spule dreht sich beim Wurf und beim Einholen mit. Sie ist robust und wird vor allem für schwere Fischerei genutzt, etwa auf dem Meer.
- Fliegenrolle: dient vor allem als Speicher für die Fliegenschnur.
- Bremse: Sie gibt Schnur frei, wenn der Fisch stark zieht. Stelle sie so ein, dass sie nachgibt, bevor die schwächste Stelle der Montage reißt – meist das Vorfach oder ein Knoten.
- Freilauf: Manche Stationärrollen haben einen Freilauf. Dann kann ein Fisch beim Biss Schnur abziehen, ohne Widerstand zu spüren, zum Beispiel beim Karpfenangeln.
- Schnurfüllung: Die Spule sollte bis knapp unter den Rand gefüllt sein. Zu wenig Schnur verkürzt den Wurf, zu viel führt zu Schnursalat.
Selbst prüfen
Übungsfragen zu Ruten und Rollen: das passende Gerät wählen
Antwort anklicken – die Auflösung mit Erklärung erscheint sofort. Die Reihenfolge der Antworten ist gemischt.
Wie stellst du die Bremse der Rolle richtig ein?
Warum ist Angeln bei Gewitter mit einer Kohlefaserrute besonders gefährlich?
Was gibt das Wurfgewicht auf einer Rute an?
Welche Rolle hat eine feststehende Spule und einen Schnurfangbügel?
Welche Rute hat eine weiche, gut sichtbare Spitze, die als Bissanzeiger dient?
Kein offizielles Angebot der Prüfungsstellen. Übungsfragen eigener Erstellung. Rechtsstand 26.09.2026.



