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Thema

Tierschutz beim Angeln: vernünftiger Grund und schonender Umgang

Was das Tierschutzgesetz beim Angeln verlangt, was ein vernünftiger Grund ist und wie du mit gefangenen Fischen schonend umgehst.
Stand 26.09.20262 Min. Lesezeit5 Übungsfragen
Kescher im flachen Wasser, eine Forelle schwimmt heraus

Darum geht es

Fische sind Wirbeltiere. Das Tierschutzgesetz schützt sie wie alle anderen Wirbeltiere. Beim Angeln setzt du einen Fisch Stress aus und verletzt ihn mit dem Haken. Das ist nur erlaubt, wenn du dafür einen vernünftigen Grund hast und so schonend wie möglich vorgehst.

In der Prüfung ist Tierschutz ein eigenes Thema. Aber auch viele Fragen aus der Gerätekunde und zur Behandlung gefangener Fische drehen sich darum. Wer das Prinzip verstanden hat, kann viele Fragen ohne Auswendiglernen lösen.

Kernwissen

§ 1 des Tierschutzgesetzes sagt: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ Für das Angeln bedeutet das:

  • Vernünftiger Grund: Als vernünftiger Grund gilt vor allem, den Fisch zu verwerten, also zu essen. Auch die Hege eines Gewässers kann ein Grund sein, etwa wenn eine Art gezielt entnommen werden soll.
  • Nur für Spaß oder Foto fangen: Fische nur zu fangen, um sie zu wiegen, zu fotografieren und wieder freizulassen, wird in Deutschland kritisch gesehen. Das kann gegen das Tierschutzrecht verstoßen.
  • Pflicht zum Zurücksetzen: Fische in der Schonzeit, untermaßige Fische und geschützte Arten musst du zurücksetzen. Das ist erlaubt und vorgeschrieben.
  • Passendes Gerät: Rute, Schnur und Haken müssen zum Zielfisch passen. Zu schwaches Gerät führt zu Abrissen und langen Drills.
  • Rute im Blick behalten: Nur wenn du deine Ruten beaufsichtigst, bemerkst du einen Biss sofort. Ein Fisch soll den Köder nicht tief schlucken oder sich lange festhängen.
  • Töten nur mit Kenntnissen: Ein Wirbeltier darf nur töten, wer die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat (§ 4 Tierschutzgesetz). Genau diese Kenntnisse lernst du für die Fischerprüfung.

Wenn Regeln verletzt werden

Wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder ihm aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt, macht sich strafbar. Das steht in § 17 Tierschutzgesetz. Möglich sind eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe.

Dazu kommen die Regeln deines Bundeslandes. Sie legen zum Beispiel fest, wie ein Setzkescher beschaffen sein muss oder ob er überhaupt erlaubt ist. Diese Einzelheiten stehen im Landesmodul.

Selbst prüfen

Übungsfragen zu Tierschutz beim Angeln: vernünftiger Grund und schonender Umgang

Antwort anklicken – die Auflösung mit Erklärung erscheint sofort. Die Reihenfolge der Antworten ist gemischt.

Frage 1 von 5

Was verlangt § 1 des Tierschutzgesetzes?

Frage 2 von 5

Was gilt beim Angeln vor allem als vernünftiger Grund?

Frage 3 von 5

Warum fasst du einen Fisch, den du zurücksetzen willst, nur mit nassen Händen an?

Frage 4 von 5Mehrfachauswahl

Was gehört zum schonenden Umgang mit einem Fisch, den du zurücksetzt?

2 Antworten richtig – wähle 2 aus

Frage 5 von 5

Wer darf nach dem Tierschutzgesetz ein Wirbeltier töten?

Kein offizielles Angebot der Prüfungsstellen. Übungsfragen eigener Erstellung. Rechtsstand 26.09.2026.

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