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Thema

Wasser, Sauerstoff und Temperatur: Grundlagen der Gewässerkunde

Warum warmes Wasser weniger Sauerstoff hat, warum Fische im Morgengrauen ersticken können und was die Sprungschicht im See bedeutet.
Stand 26.09.20262 Min. Lesezeit5 Übungsfragen
Halb über, halb unter Wasser: oben Ufer und Sonne, unten Wasserpflanzen und Fische im klaren See

Darum geht es

Fische atmen den Sauerstoff, der im Wasser gelöst ist. Fehlt er, sterben sie. Wer weiß, wovon der Sauerstoffgehalt abhängt, erkennt Gefahren früh. In der Gewässerkunde kommt dieses Thema in der Prüfung jedes Landes vor.

Außerdem sind Fische wechselwarm. Ihr Körper hat ungefähr die Temperatur des Wassers. Die Wassertemperatur bestimmt deshalb, wie aktiv sie sind, wie viel sie fressen und wie viel Sauerstoff sie brauchen.

Kernwissen

Diese Zusammenhänge solltest du kennen:

  • Kaltes Wasser löst mehr Sauerstoff als warmes. Bei 0 °C sind es etwa 14,6 mg pro Liter, bei 25 °C nur noch etwa 8,3 mg.
  • Warmes Wasser erhöht den Bedarf. Im Sommer brauchen Fische mehr Sauerstoff, während weniger davon im Wasser ist. Das ist die gefährlichste Zeit.
  • Pflanzen liefern Sauerstoff nur bei Licht. Durch Photosynthese geben Wasserpflanzen und Algen tagsüber Sauerstoff ab. Nachts verbrauchen sie ihn. Deshalb ist er im Morgengrauen am knappsten.
  • Abbau verbraucht Sauerstoff. Wenn Laub, abgestorbene Algen oder andere Stoffe verrotten, verbrauchen Bakterien dabei Sauerstoff.
  • Wind, Wellen und Strömung bringen Sauerstoff ins Wasser. Schnell fließende Bäche sind meist sauerstoffreich.
  • Wasser ist bei 4 °C am schwersten. Im Winter sammelt sich 4 °C warmes Wasser am Grund, das Eis schwimmt oben. So können Fische in der Tiefe überwintern.

Schichtung im See

In tiefen Seen bildet sich im Sommer eine Schichtung. Oben liegt warmes Oberflächenwasser. Darunter folgt die Sprungschicht, in der die Temperatur auf kurzer Strecke stark sinkt. Ganz unten liegt kaltes Tiefenwasser.

Im Sommer mischen sich diese Schichten nicht. Das Tiefenwasser bekommt deshalb bis zum Herbst keinen neuen Sauerstoff aus der Luft. Im Herbst und im Frühjahr ist das Wasser überall ähnlich warm. Dann kann der Wind den ganzen See durchmischen. Das nennt man Zirkulation.

Selbst prüfen

Übungsfragen zu Wasser, Sauerstoff und Temperatur: Grundlagen der Gewässerkunde

Antwort anklicken – die Auflösung mit Erklärung erscheint sofort. Die Reihenfolge der Antworten ist gemischt.

Frage 1 von 5

Wann ist der Sauerstoff in einem pflanzenreichen Teich im Sommer meist am knappsten?

Frage 2 von 5

Welches Wasser kann mehr Sauerstoff lösen?

Frage 3 von 5

Was gilt im Sommer in einem tiefen, geschichteten See?

Frage 4 von 5

Bei welcher Temperatur hat Wasser seine größte Dichte?

Frage 5 von 5Mehrfachauswahl

Was bringt Sauerstoff ins Wasser?

2 Antworten richtig – wähle 2 aus

Kein offizielles Angebot der Prüfungsstellen. Übungsfragen eigener Erstellung. Rechtsstand 26.09.2026.

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